Sonntag, 24. April 2016

Cervantes und sein ,,Quichotte"

,,Don Quichotte" vor dem Geburthaus Cervantes in Alcala de Henares.- Foto: Luis

Der ,,Quichotte" ist eindeutig das Meisterwerk der spanischen Literatur und auch ein Vergnügen, das man unbedingt geniessen muss, bevor einer ums Leben kommt.

Was früher in der Schule eine Pflichtlektüre war, ist heute was Fakultatives und wenige sind die SchülerInnen, die das Buch ganz durchgelesen haben. Es gibt sogar viele und ich meine nicht nur Kinder oder Schüler, die nicht wissen, dass diese unsterbliche Geschichte sogar einen zweiten Teil hat. Freilich ist  ,,Don Quichotte" von vielen ganz beliebt und diese Tage wird das 400. Jubileum vom Werk gefeiert.

In diesem Tagen, in denen man die Filologie, Geschichte und die Sozial- und Geisteswissenschaften u. A unterbewertet werden, ist der ,,Quichotte" eine Kerze in der meist absoluten Dunkelheit der zeitgenösischen Kultur. Stellen Sie sich vor. Heute kann jeder was über Fussball oder Sports in Allgemeinen beilegen. Oft hört man im Fernsehen, dass dieser oder jener Sportler einen Weltrekord seit langer her besitzt und, dass man ihn mindestens versuchen muss. Ist das nicht eine Ironie, dass der Sport unser Leben führt?

Aber lass uns zum Thema zurück. Soll das ja bedeuten, dass man ab dem 17. Jahrhundert nicht Besseres als ,,Don Quichotte" schreiben kann? Ich sage ,,Don Quichotte", aber ich meine irgendwelches Meisterwerk der internationalen Panorama ( Faust, La divina Comedia, Molieres Tartufo oder Hamlet bzw.)

Das Interesse an das Geld und der Wertenverlust unserer Epoche machen von ,,Don Quichotte de la Mancha" vierhundert Jahre später eine sehr aktuelle Geschichte. Wir zentrieren uns in dem alltäglichen Überleben und haben keine Zeit für Spielchen, Träume und Kleinigkeiten wie die Filosophie bzw. das Nachdenken.

,,Don Quichotte" kann ruhig schlafen. Er bleibt und wird unschlagbar sein. Es ist aber lange her, dass der Mensch sein Bestens erreicht und gegeben hat, ausser natürlich in der Technologie.

Gepostet von Luis García



Donnerstag, 21. April 2016