Mittwoch, 15. Juni 2011

Sagen und Legenden:Till Eugenspiegel


Till Eugenspiegel.-Jetzt weisst du Bescheid, jetzt bist du gewarnt?

wie böse Zungen behaupten lebte diese Figur der deutschen Schelmenromane gegen 1300 und 1350. Seine Abenteuer gingen meist darum, dass er wortwörtlich verstand, was ihm seine Herren befohlen hatten.

In seinem Zufall als Küchenjunge z.B, musste das Fleisch für eine vom Herren eingeladene Gruppe "kühl und langsam"(auf kleiner Flamme)gebraten werden, damit es nicht anbrannte. Eulenspiegel legte das Fleisch in den kühlen Keller, zwischen zwei Fässer, damit das Fleisch wirklich "kühl" wäre. Und etwas roh, als die Eingeladenen ankamen.

Als ihm ein anderer Herr befahl, die Kutsche zu schmieren, machte es Eulenspiegel nicht nur an den Wagenfedern sondern auch von oben bis unten, drinnen und draussen (und vor allem auf den Sitzen...)- Deshalb hatte er keine zweite Chance mehr seine Volksweissheit und Aufsässigkeit zu zeigen. Die Abenteuer von Till Eugenspiegel sind in mehr als 280 verschiedenen Sprachen überstezt und adaptiert. Wegen seinem Ruf verwendet man den Spruch Eulenspiegelpossen machen, wenn jemand etwas zu wortwörtlich versteht. Auf Französisch sagt man auch "espiègle" als Synonym für Schelm.

Quelle: Schitte International A1/2 (Glosario XXL).- Hueber

Textübersetzung: J. Luis García

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