Sonntag, 12. September 2010

Der Glaube...



FOTO:LUIS

Vor genau 9 Jahren ist es passiert. Am 11.September so um 9.00 Uhr. Zwei Flugzeuge von American Airlines stießen gegen die Wolkenkrätzer von World Trade Center in NY (USA) zusammen und die Geschichte wurde plöztlich anders.

Hinter den Attentaten war eine Orsanisation namens Al-Kaida, die den Hass gegen Muslime und Koran zentrierte und heute immer noch zentriert. Dieser Hass dauert bis heute und das letzte Beispiel finden wir in dem Vorschlag der Koranverbrennung von dem radikalen US Pastor Jones.

Auf der anderen Seite ist die Feier des Fastens zum Ende gekommen. In islamisch geprägten Ländern ist der Ramadan das wichtigste Fest des Jahres. Für Muslime in westlichen Ländern stellt das Fasten eine besondere Herausforderung dar auch für die, die nicht mitmachen.

Ich gratuliere euch allen!!!

Bis diesen Sommer war mein Kontakt zu den Muslimen unbedeutend. Hier und da hatte ich Kopftücher und lange Bärte gesehen, sonst nichts.

In diesem Sommer war es anders. In Göttingen habe ich Muslime kennengelernt, die ich jetzt ganz lieb habe und wie ich vermutete, die lieben auch ihre Familien, ihre Kultur und natürlich ihren Gott.- Genauso wie ich!

Ich habe gelernt, dass nicht alle die Muslime gleich sind. Manche Frauen darf man berühren. Andere nicht. Bei manchen darf man auf dieselbe Bank hinsetzen. Bei Anderen nicht, usw.

Alle hatten aber ein gemeinsames Merkmal. Die waren gute Leute!

Eine Konfession, wie der Islam, ist genauso gut oder schlecht wie das Christentum oder der Buddhismus und die Identifizierung von den Attentaten mit den Verbrechern von NY ist total ungerechtfertigt. Der Respekt ist die Basis des Zusammenlebens. Deshalb fällt die Koranverbrennung natürlich total aus der Rolle!

Ich bedanke mich für unser Zusammenleben. Ich bedanke mich auch für meine neuen islamischen Freundinnen: D, Su. und S.- Ich schreibe nur die erste Buchstabe, da sie genau wissen, wen ich meine.

Mit euch habe ich gelernt, dass die Kenntnis von anderen Kulturen und andere Menschen die Vorurteile gegen sie abbaut und, dass es tolle Menschen überall gibt. Logisch auch in islamischem Raum.

Höffentlich sehen wir uns bald. Hier oder da.

Luis.

Kommentare:

Frankie hat gesagt…

Hallo Luis!

Ich danke dir sehr fuer diesen Eintrag. Wie du bereits weisst, ich bin in einem muslimischen Land aufgewachsen und hatte sehr frueh eine Begegnung mit dessen Traditionen und Lebensweisen. Die aktuellen Nachrichten ueber die Diskriminierung gegen Muslime in dem sogenannten 'Land of the free' kommen mir frustrierend vor, erstens wegen der resultierenden Kollektivhaftung, die nach dem 9.11. folgte, und zweitens wegen der Kreuzritter-Mentalitaet, die immer noch in bestimmten Bundesstaaten der USA andauert. Anstatt das Problem friedlich zu loesen, ist ein Teufelskreis entstanden - ganz im Gegensatz zu den Tugenden einer Religion oder den Idealen einer Demokratie.

Alexis hat gesagt…

Hallo Luis und Frankie,

zwei sehr schöne Kommentare habt ihr da geschrieben. Dem ist, im Prinzip, nix mehr hinzuzufügen. Man kann nur hoffen und "beten", dass sich in diesem Jahrhundert die Toleranz (im Lessing'schen Sinn) ausbreiten möge, da ohne sie leider Verständigung nie möglich sein wird.